Was ist Gewalt?
Gewalt ist die Ausübung körperlicher oder verbale Attacken auf ein Opfer. Der Täter nutzt dessen Hilflosigkeit aus und demonstriert seine eigene Macht. Das Opfer wird mit schweren körperlichen und seelischen Schäden zurückgelassen. Das Problem: Den einen Tatort gibt es nicht.
Was ist Gewalt?
Welche Gewaltformen gibt es?
Der Tatort
Gewaltausübung ist eine Straftat
Was ist Gewalt?
Gewalt findet zwischen zwei Parteien statt. Auf der einen Seite gibt es das oder die Opfer, auf der anderen Seite den oder die Täter. Der Täter schädigt sein Opfer auf psychische oder physische Art oder droht ihm dies an. Dabei spielt die Machtausübung eine zentrale Rolle. Opfer sind häufig Kinder und Jugendliche, Frauen und ältere Menschen. Häufig befinden sie sich in einer Abhängigkeit und der Täter nutzt die Hilflosigkeit seines Opfers aus. Es wird zu einer Handlung gezwungen oder muss Handlungen gegen seinen Willen über sich ergehen lassen. Die Gesundheit des Opfers wird auf doppelte Art und Weise belastet. Ist der Betroffene Opfer körperlicher Gewalt, treten nicht nur die körperlichen Schmerzen auf, sondern auch psychische Belastungen. Er verspürt Angst, Scham, Erniedrigung und Wut. Ebenso hat psychische Gewalt körperliche Auswirkungen, wie Übelkeit, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen.
Welche Gewaltformen gibt es?
Man unterscheidet körperliche, psychische und opferlose Gewalt sowie Selbstverletzung.
Unter körperliche Gewalt fallen Taten der Körperverletzung und der körperlichen Misshandlung: Schlagen, Treten, Kratzen, Beißen, Schubsen, an den Haaren ziehen sowie sexuelle Übergriffe.
Merkmale psychischer Gewalt sind Ausgrenzung, Mobbing, Bedrohungen, Liebesentzug, Vernachlässigung, abfällige Blicke. Unter psychische Gewalt fällt auch die verbale Gewalt, wie Beleidigungen, Bedrohungen, Verleumdung oder üble Nachrede.
Sitze im Bus aufschlitzen, Luft aus Fahrradreifen lassen, Wände bemalen, Namen in Bänke ritzen oder Mülleimer anzünden sind Merkmale opferloser Gewalt.
Gewalt gegen den eigenen Körper durch Einritzen des Unterarms mit Rasierklingen fällt unter Selbstverletzung. Auslöser sind seelische Probleme, die häufig auf die oben beschriebenen Gewaltformen zurückzuführen sind.
Der Tatort
Den einen Tatort gibt es nicht. Vor Gewalt ist man nirgends sicher. Für Mädchen und Jungen kann der Klassenraum, der Schulhof oder der Schulweg zum Tatort von körperlicher und psychischer Gewalt werden. Auch im Sportverein, bei Besuchen im Jugendcafé oder beim Bummel durch die Innenstadt kann es zu bedrohlichen Situationen kommen. Tatort ist auch nicht selten das eigene Zuhause. Die Täter sind den Opfern meist bekannt. Es sind Mitschüler, Lehrer, Nachbarn, Verwandte und Bekannte.
Gewaltausübung ist eine Straftat
Gewalt geht einher mit Erniedrigung und Entwürdigung eines Menschen (oder einer Gruppe). Jegliche Form der Gewalt ist nach dem deutschen Strafrecht und dem Strafgesetzbuch strafbar.