Prävention
 
Prävention: Problemen vorbeugen und Handlungskompetenzen vermitteln
Für Schülerinnen und Schüler ist die Gefahr groß, Erfahrungen mit Drogen oder Gewalt zu machen. Daher ist es wichtig, sie darauf vorzubereiten und ihnen angemessene Handlungskompetenzen zu vermitteln. Hier setzt Prävention an.

Prävention beugt vor

Persönlichkeitsstärkung steht im Vordergrund

Herangehensweisen an Schulen

Prävention beugt vor

Prävention findet man in vielen Bereichen, beispielsweise Sucht- und Gewaltprävention, Kriminalitätsprävention oder Verkehrsprävention. Prävention soll geeignete Maßnahmen bieten, um Drogen- und Gewaltdelikte sowie Straftaten vorzubeugen und Unfälle zu vermeiden. 

Im Bereich der Sucht- und Gewaltprävention geht es vor allem darum, Mädchen und Jungen eine kritische Haltung gegenüber dem Konsum von Drogen beziehungsweise der Anwendung von Gewalt zu vermitteln. In diesem Zusammenhang spielt die Förderung der aktiven Freizeitgestaltung der Jugendlichen und die Entwicklung zu Unabhängigkeit und Selbstständigkeit eine wichtige Rolle. Prävention erhöht die Lebenskompetenz der Mädchen und Jungen und beinhaltet Elemente der Gesundheitsförderung.

Persönlichkeitsstärkung steht im Vordergrund

Präventive Arbeit im Bereich Sucht und Gewalt ist umso erfolgreicher, je stärker das Umfeld der Mädchen und Jungen zusammenarbeitet. Sowohl für die Eltern, als auch für Lehrerinnen und Lehrer und Trainer im Sportverein sollte die Persönlichkeitsstärkung des Kindes im Vordergrund stehen. Erwachsene müssen bereit sein ihnen das zu geben, was sie brauchen: seelische Sicherheit, Unterstützung, Bestätigung, realistische Vorbilder und eine fördernde Umwelt.

Um erfolgreich gegen Sucht und Gewalt gewappnet zu sein, müssen Kinder folgende Fähigkeiten erwerben:

  • Frustrationsfähigkeit
  • Fähigkeit, Probleme anzuerkennen und zu lösen
  • Fähigkeit, Konflikte mit anderen Menschen auszutragen
  • Fähigkeit, Situationen zu genießen
  • Fähigkeit, Gefühle bei sich wahrzunehmen und sozial angemessen zu zeigen
  • Fähigkeit, eigene Leistungen wertzuschätzen

Vorbeugende Maßnahmen sind langfristig angelegt. Der Erwerb der oben genannten Fähigkeiten steht am Ziel eines langen Weges zum sozialen Lernen und der Lebenskompetenzförderung. Gerade im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, frühzeitig damit zu beginnen und unterschiedliche Herangehensweisen miteinander zu kombinieren.

Herangehensweisen an Schulen

Eingebaut in den Schulunterricht bedeutet dies beispielsweise mit Hilfe von Polizei und Mitarbeitern entsprechender Beratungsstellen Klassenbesuche durchzuführen und über Gewalt oder Sucht aufzuklären. Projektwochen bieten sich an, um diese Themen selbstständig zu erarbeiten. Des Weiteren sind strukturelle und kommunikative Ansätze wichtig. Neben dem Verbot von Gewalt und Drogenkonsum auf dem Schulgelände, ist es wichtig diese Verbote zu erläutern und die Folgen und Auswirkungen bei Fehlverhalten aufzuzeigen. Insgesamt sollen sich die vorbeugenden Maßnahmen an der Lebenswelt und dem Alltag der Jugendlichen orientieren und ihnen Handlungskompetenzen im Umgang mit Sucht oder Gewalt vermitteln, um langfristig ihre Persönlichkeit zu stärken und sie nachhaltig zu begleiten.