Suchtgefährdung und süchtiges Verhalten
Es ist einem Menschen nicht unbedingt anzusehen, ob er süchtig oder abhängig ist. Es gibt jedoch einige auffällige Verhaltensänderungen, die im Zusammenhang mit einer Suchterkrankung sehr häufig auftreten und Aufmerksamkeit erregen sollten.
Was ist Suchtgefährdung?
Eine Person ist suchtgefährdet, wenn sie potenzielle Suchtmittel immer dann bewusst oder auch nicht bewusst einsetzt, um bestimmte Erlebnisintensitäten (Wohlbefinden oder ähnliches) zu erreichen oder um einer konflikthaften Situation auszuweichen.
Woran erkennt man, ob jemand süchtig ist?
Es ist einem Menschen nicht unbedingt anzusehen, ob er regelmäßig ein bestimmtes Suchtmittel zu sich nimmt (zum Beispiel Medikamente) oder von einem nicht stoffgebundenen Suchtmittel wie beispielsweise Kaufsucht abhängig ist.
Es gibt jedoch einige auffällige Verhaltensänderungen, die im Zusammenhang mit einer Suchterkrankung sehr häufig auftreten und Aufmerksamkeit erregen sollten, vor allem wenn sie für die betreffende Person eher unüblich sind:
- Stimmungsschwankungen von einem Extrem ins andere
- Heftige Gefühlsausbrüche
- Vernachlässigung von Freunden und Hobbys
- Sozialer Rückzug
- Leistungsabfall
- Abweisendes Verhalten
- Konzentrationsmangel, Müdigkeit
- Vernachlässigung des äußeren Erscheinungsbildes
- Finanzielle Probleme
- Heimlichtuerei
Grundsätzlich sollte diese Diagnose, ob jemand süchtig beziehungsweise abhängig ist oder nicht, nur ein Fachmann stellen (ein Arzt, ein Psychologe oder ein Mitarbeiter einer Suchtberatungsstelle).
Es ist wichtig mit so einer Feststellung verantwortungsbewusst umzugehen, da die Behauptung, dass jemand süchtig ist, schwerwiegende private und schulische/berufliche Folgen für die betreffende Person haben kann.