Aussteigen lohnt sich
Zigaretten gehören für rund 20 Millionen Raucher in Deutschland zum Alltag dazu. Ob zum Frühstück, zum Kaffee, bei einem Gespräch oder in stressigen Situationen – die Zigarette darf nicht fehlen. Warum es sich in jedem Fall lohnt mit dem Rauchen aufzuhören, erfahren Sie hier.
Nach dem Rauchstopp
Aufhören - aber wie?
Schlusspunkt-Methode
Nikotinersatzstoffe
Anti-Raucher-Pille
Verhaltenstherapie
Aversionstherapie
Hypnose
Akupunktur
Nach dem Rauchstopp
Nikotin wirkt auf die Nerven und das Gehirn. Es stimuliert, hemmt, stresst und entspannt den Körper zugleich. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, die Durchblutung und die Körpertemperatur sinken.
Ist die letzte Zigarette geraucht, stellen sich sehr schnell körperliche Verbesserungen ein:
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Nach 20 Minuten normalisiert sich die Körpertemperatur. Die Herzschlagfrequenz und der Blutdruck gleichen sich denen eines Nichtrauchers an.
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Nach 24 Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut. Die Blutgefäße und Organe bekommen wieder mehr Sauerstoff. Dadurch fühlt man sich wacher und leistungsstärker.
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Nach ein bis zwei Tagen verbessern sich der Geruchs- und Geschmackssinn. Das Atmen fällt leichter und das Herzinfarktrisiko sinkt.
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Nach drei bis neun Monaten geht der Raucherhusten merklich zurück. Der Kreislauf stabilisiert sich, das Immunsystem wird gestärkt und die Lungenfunktion ist merklich besser.
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Nach ein bis zwei Jahren geht das Herzinfarktrisiko um die Hälfte zurück.
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Nach zehn Jahren ist das Lungenkrebsrisiko halbiert.
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Nach 15 Jahren gleicht das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall dem von einem Nichtraucher.
Aufhören - aber wie?
Es gibt viele Möglichkeiten mit dem Rauchen aufzuhören. Grundvoraussetzung ist allerdings der eigene Wille, die Zigaretten aus dem Leben verbannen zu wollen. Einige Methoden der Entwöhnung setzen einzig und allein auf die Willenskraft, andere auf Ersatzstoffe. Hier eine Auflistung der gängigsten Methoden:
- Schlusspunkt-Methode
- Nikotinersatzstoffe
- Anti-Raucher-Pille
- Verhaltenstherapie
- Aversionstherapie
- Hypnose
- Akupunktur
Schlusspunkt-Methode
Von jetzt auf gleich mit dem Rauchen aufhören – diese Methode ist nur für Raucher mit starker Willenskraft geeignet. Ist der Wille stark genug, um auch die schwerste Zeit der Entzugserscheinungen zu überstehen, kann diese Methode zum Erfolg führen. Häufig sind es allerdings nicht die körperlichen Entzugserscheinungen, die dem angehenden Nichtraucher zu schaffen machen. Vor allen Dingen die eigenen Gewohnheiten stellen oft eine große Hürde dar.
Nikotinersatzstoffe
Nikotinersatzstoffe können gerade in der ersten Zeit helfen, die Entzugserscheinungen abzumildern. Nikotin gibt es in verschiedenen Formen. Als Pflaster, Kaugummi oder auch Spray. Statt der Zigarette werden die verschiedenen Präparate eingesetzt, um körperliche Entzugserscheinungen zu vermeiden. Langsam wird dann von Tag zu Tag die Menge an Ersatzstoffen verringert.
Anti-Raucher-Pille
Der Wirkstoff Vareniclin vermindert das Verlangen nach einer Zigarette und mildert die typischen Entzugssymptome. Wie jedes Medikament hat allerdings auch die Anti-Raucher-Pille Nebenwirkungen und ist verschreibungspflichtig. Die Pille wird über zwölf Wochen eingenommen. So kann der Zeitraum des so genannten Cravings überbrückt werden. Unter dem englischen Begriff Craving versteht man das starke Verlangen nach einem Suchtmittel.
Verhaltenstherapie
Eine Verhaltenstherapie bietet sich insbesondere bei starken Rauchern an, die schon mehrere Versuche gestartet haben, um von den Zigaretten loszukommen. Durch Motivationsförderung und Aufklärung wird versucht die Willenskraft des angehenden Nichtrauchers zu stärken. Auch Verhaltensweisen in Versuchungssituationen werden geprobt. Die Therapie findet meist innerhalb einer Gruppe statt. So können sich die Therapiemitglieder gegenseitig stützen.
Aversionstherapie
Bei dieser Methode soll der Raucher innerhalb kürzester Zeit so viele Zigaretten rauchen bis ihm übel wird. Die Lust auf die Zigarette soll dabei vergehen. Allerdings ist diese Methode umstritten.
Hypnose
In einem ersten Schritt wird das Rauchen mit unangenehmen Vorstellungen verbunden. Auf diese Weise wird das Unterbewusstsein des Rauchers durch den Therapeuten beeinflusst. Im zweiten Schritt wird dann das Nichtrauchen mit positiven Gefühlen zusammengebracht.
Akupunktur
In der traditionellen chinesischen Medizin gibt es viele Stellen des Körpers, die unser Empfinden und unsere Gesundheit beeinflussen. Bei der Nikotinabhängigkeit werden meist mehrere Punkte am Ohr mit Akupunkturnadeln versehen. Durch die Stimulation dieser Punkte soll das Verlangen nach einer Zigarette gebremst und Entzugserscheinungen gemildert werden. Erfahrungsberichte weisen darauf hin, dass die Akupunktur bei einigen Rauchern sehr gut, bei anderen hingegen gar nicht wirkt.