AIDS
 
Keine Heilung in Sicht
Obwohl das HI-Virus und die daraus resultierende Immunschwächekrankheit Aids inzwischen seit gut einem Viertel Jahrhundert bekannt sind, ist eine Heilung nach wie vor in weiter Ferne. Trotz intensiver Forschung gibt es noch keine heilenden Medikamente gegen das HI-Virus.

Forscher und Experten sind seit Jahren auf der Suche nach einem Wirkstoff gegen das Immunschwächevirus. Doch bisher gibt es keine heilenden Medikamente. Auch die Suche nach einem prophylaktischen Impfstoff gegen das heimtückische Virus blieb bisher erfolglos. Im Gegenteil: Mehr als 25 Jahre nach Entdeckung des HI-Virus scheint ein effektiver Impfstoff in weiter Ferne. So wurden im Jahr 2007 zwei mit großen Erwartungen gestartete Impfstudien vorzeitig beendet. Experten sind sich sicher, dass es einen entsprechenden Impfstoff in den nächsten zehn Jahren nicht geben wird.

Hoffnungslosigkeit scheint sich auf dem Gebiet der HIV-Forschung immer weiter zu verbreiten. So ist vielen Experten momentan völlig unklar, wie es weiter gehen soll. Viele von ihnen freunden sich inzwischen mit dem Gedanken an, dass es möglicherweise wohl nie einen Impfstoff gegen die schlimme Krankheit geben wird. Deshalb setzen immer mehr Experten zunehmend auf Aids-Prävention. Nur so kann die HIV-Epidemie auch zukünftig effektiv eingedämmt werden. Jedoch geben Mediziner und Experten auch zu bedenken, dass bisherige Präventionsstrategien, stetig an ihre Grenzen stoßen. So gilt nach wie vor die ABC-Regel: abstinence, be faithful, condom use!

Wer sich an diese Regel hält, mindert nicht nur die Gefahr, sich mit dem unheilbaren Virus anzustecken. Auch die Gefahr anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wird so eingedämmt. Nach Angaben von UNAIDS ((Joint United Nations Programme on HIV/Aids) kam es 2007 weltweit zu etwa 2,5 Millionen Neuinfektionen. Hinzu kommt, dass aus nahezu jeder größeren Stadt in den USA sowie in Europa kleine Syphilis-Endemien unter HIV-Infizierten gemeldet werden. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen seit dem Jahr 2001 kontinuierlich – vor allem unter homosexuellen Männern. Experten merken zwar an, dass dieses teilweise auf das verbesserte Test- und Meldeverhalten zurückzuführen ist. Doch alle Neuinfektionen sind damit nicht zu begründen. Stattdessen zeigt sich immer deutlicher, dass auch noch so witzige Werbespots und gut gemeinte Aufklärungsbroschüren allein keine Lösung des Problems sind. Vor allem die Hochrisiko-Gruppen werden kaum erreicht. Hinzu kommt, dass das Sexualverhalten nicht ohne weiteres modifizierbar ist. Prävention ist und bleibt ein mühsames Feld, bei dem Erfolge kaum sichtbar sind. Das gilt auch für die Aids-Prävention.

Mehr über die Immunschwächekrankheit finden Sie hier.

Im Interview mit Claas Hüer erfahren Sie zudem mehr über die Arbeit der Aids-Hilfe in Oldenburg.