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Mehr Eigenverantwortung für Schulen
Mehr Eigenverantwortung für Schulen
Die Schulen in Niedersachsen bekommen zukünftig mehr Entscheidungsfreiheit. Der Kultusminister Bernd Busemann möchte die Eigenständigkeit der Schulen stärken und ihnen mehr Freiheiten zugestehen. Dadurch könnte eine neue Lernkultur und Verbesserung der Qualität entstehen.

Die Schulen in Niedersachsen entscheiden ab dem Sommer 2007 selbst, wie lange eine Schulstunde dauern soll. Es ist also möglich, dass einige Schulen Schulstunden von 90 Minuten und andere 45 Minuten bevorzugen werden. Ebenso kann das Kollegium der Schule selbst den Umfang der Hausaufgaben und Klausuren festlegen und so auf die Schüler anpassen. Zwei Arbeiten pro Halbjahr in den Kernfächern sollten dabei als Untergrenze gelten. Auch die Klassengröße wird nicht mehr fremdbestimmt durch das Kultusministerium sein.

Durch diese Reform möchte Kultusminister Bernd Busemann außerdem den Eltern und Schülern mehr Mitspracherecht geben. Sie sollen zukünftig gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern über die Verwendung von Haushaltsmitteln und die Organisation der Unterrichtsstunden mitbestimmen. Zur Durchführung dieser Reform stellte der Kultusminister drei Erlass-Entwürfe vor. Darin enthalten ist ein Spielraum für die Schulgremien Leitung, Vorstand und Lehrerkonferenz. Die Vorschläge müssen aber nicht vollständig umgesetzt werden. Im März 2007 soll es nach Gesprächen mit Eltern, Schülern und Lehrern eine Entscheidung geben.

Schulleiter bekommen zu Beginn des neuen Schuljahres die Autonomie übertragen, selbstständig über Neueinstellungen und Beförderungen von Lehrern entscheiden zu können. Diese Entscheidung bekommen im Jahr 2007 zunächst die Gesamtschulen und die Gymnasien übertragen. Ab dem Jahr 2008 sollen die Haupt- und Realschulen folgen. Im darauf folgenden Jahr bekommen auch die Grund- und Förderschulen diese Möglichkeit. Lehrer und Lehrerinnen bewerben sich dann direkt an den Schulen und nicht wie bisher bei der Landesschulbehörde.