Gesundheit
 
Frau schaut auf die Uhr
Ich habe doch keine Zeit
Zeit ist für viele Menschen Mangelware, denn sie befinden sich im Dauerstress. Von Termin zu Termin wird eilig gehetzt und trotzdem bleibt das Gefühl, der Tag müsste 48 Stunden haben um alle Aufgaben zu erledigen. Zeitmanagement kann helfen, auch einmal abschalten zu können.

Bedeutung von Zeit

Zeitdiebe

Die fünf inneren Antreiber

Multitasking

Zeitmanagement

Ziele richtig formulieren

Bedeutung von Zeit

„Zeit ist kostbar!“, „Zeit ist Geld!“ – nicht ohne Grund finden Aussagen wie diese Platz in unserem Sprachgebrauch. In einer leistungsorientierten Gesellschaft nimmt der Zeitfaktor einen hohen Stellenwert ein. Termine müssen zeitlich genau eingehalten werden. Gerade in unserer Kultur wird Pünktlichkeit dabei nicht nur als Tugend, sondern auch als Pflicht angesehen. Doch gerade das setzt viele Menschen unter Druck. Fragen wie „Kann ich das überhaupt alles schaffen?“ oder „Läuft mir die Zeit dann nicht davon?“ kreisen in den Köpfen umher und lassen einen machtlos erscheinen.
Im Lehrberuf sind diese Belastungen vielfältig. Die Vorbereitungen für den Unterricht, die Korrekturen der letzten Klassenarbeit, die Konferenzen und Elterngespräche fordern viel Zeit ein. Dies kann zu Dauerstress und letzten Endes zu gesundheitlichen Folgen führen. Doch durch eine frühzeitige Planung kann Entlastung geschaffen werden und trotzdem Raum für Unerwartetes bleiben.

Zeitdiebe

Ob Zeitdiebe, Zeitfallen oder Zeitfresser – es gibt viele kleine und auch große Dinge, die uns am Tag Zeit stehlen. Beispiele dafür können sein:

  • Telefonate
  • Ablenkungen
  • suchen verlegter Dinge

Telefonate zwischendurch oder das morgendliche Suchen des Autoschlüssels kann nicht nur den letzten Nerv rauben, sondern auch eine Menge Zeit. Die bunten Zeitschriften, die am Arbeitsplatz liegen und nur allzu gerne zur Ablenkung von den eigentlichen Aufgaben zur Hand genommen werden, gehören ebenfalls dazu.
Doch man kann einiges tun, um diese Zeitdiebe in Fesseln zu legen. Eine gewisse Ordnung des Arbeitsplatzes ist dabei das A und O. Nur so kann das stundenlange Suchen nach verlegten Dingen verhindert werden. Es empfiehlt sich immer mal wieder zwischendurch seine Ablage und die Ordner durchzugehen, zu sortieren und auszusortieren. Auch wenn es schwer fällt, das Entledigen von Dingen, die nicht mehr gebraucht werden, gehört ebenfalls zum Zeitmanagement dazu. Hat man sich an diese Struktur gewöhnt, fällt es oft zunehmend leichter diese Ordnung beizubehalten.

Die fünf inneren Antreiber

Fast jeder kennt sie. Meist hat man sie schon als Kind gesagt bekommen – die fünf inneren Antreiber:

  • Sei stark!
  • Sei perfekt!
  • Sei schnell!
  • Mach es allen recht!
  • Streng dich an!

Ohne sie würden wir sicherlich in so mancher Situation den Mut verlieren. Aber auch Glaubenssätze können nicht nur Kraft spenden, sondern auch Druck erzeugen. So haben wir schon als Kind gelernt, alles möglichst perfekt zu erledigen. Ein Beispiel:
Sie erstellen eine Präsentation. Den Inhalt der Präsentation haben Sie rasch zu Papier gebracht. Dazu benötigen Sie eine viertel Stunde. Als Sie Ihr Werk ausdrucken, stellen Sie fest, dass Sie zwar alle Punkte inhaltlich richtig geschrieben haben, aber das Layout nicht optimal ist. Die nächste Stunde verbringen Sie damit Abstände einzurücken und Sätze umzuformulieren, ohne inhaltlich etwas zu verbessern.
Zur Fertigstellung der Aufgabe haben Sie somit eine Stunde und 15 Minuten benötigt. Nach 15 Minuten und 20 Prozent der Gesamtzeit hatten Sie schon die wichtigsten 80 Prozent der Aufgabe erledigt.
In einigen Situationen ist es natürlich angebracht perfekt zu arbeiten. Jedoch sollten sich Zeiteinsatz und Resultat die Waage halten.

Multitasking

Multitasking gilt gemeinhin als Lösung aller Zeitprobleme. Wer in der Lage ist, viele Dinge gleichzeitig zu tun, hat keinen Mangel an Zeit, oder?
Multitasking bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, mehrere Tätigkeiten zur gleichen Zeit oder abwechselnd in kurzen Zeitabschnitten durchzuführen. Zum Beispiel gelingt es einigen Menschen eine Email zu verfassen und gleichzeitig einem Bericht aufmerksam zuzuhören. Die Effizienz jedoch sinkt bei dieser Art der Bearbeitung von Aufgaben, so die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Das Gehirn muss innerhalb kürzester Zeit von einen Themenbereich in den anderen wechseln. Das kostet viel Energie und Konzentration. Besser ist es demnach, schwierige Aufgaben isoliert zu bearbeiten oder mit einer sehr leichten Routinearbeit zu verbinden.

Zeitmanagement

Zeitmanagement bedeutet seine Zeit zu planen: Zeit für wichtige Aufgaben, für Routinearbeiten, für Unerwartetes und für Entspannung. Durch verschiedene Methoden kann es so gelingen, alte Verhaltensweisen zu durchbrechen und Zeitressourcen zu gewinnen:

  • Tagespläne schaffen Struktur
  • Ziele motivieren
  • Prioritäten helfen Zeit für dringende Aufgaben einzuplanen
  • Leistungskurven lassen Hochs und Tiefs erkennen

Pläne zu erstellen ist gerade am Anfang wichtig, um wieder ein Gefühl für Zeiteinteilungen zu bekommen. Aufgaben sollten klar abgesteckt und ihre Bearbeitung zeitlich begrenzt werden.
Prioritäten setzen heißt in erster Linie zu unterscheiden, welche Aufgaben wichtig und dringlich zugleich sind. Wichtige Aufgaben, die eine höhere Konzentration fordern, sollten in Leistungshochs erledigt werden. Das heißt zu einer Tageszeit, in der man sehr leistungsfähig ist. Bei den meisten Menschen befindet sich ein Leistungshoch am Vormittag. Das Erstellen einer persönlichen Leistungskurve kann helfen, seine Hochs zu erkennen und zu nutzen.

Ziele richtig formulieren

Es gibt viele Möglichkeiten Ziele zu formulieren. Zu Silvester beispielsweise werde gerne Vorsätze für das neue Jahr gefasst und eifrig Ziele formuliert. Sind die Ziele realistisch und umsetzbar formuliert, führen sie häufig zum gewünschten Erfolg. Sind sie hingegen viel zu hoch gesteckt, werden sie leicht wieder verworfen. Vor allen Dingen ist bei dem Aufstellen von Zielen darauf zu achten, dass sie positiv formuliert sind. Negationen werden leicht vom Gehirn ausgeblendet. Wird zum Beispiel einem Kind gesagt, es sollte nicht mit dem Feuerzeug spielen, greifen viele Kinder trotzdem zum Feuerzeug.


Tipps, wie man Ziele richtig formuliert, finden Sie hier als PDF-Download.