Gesund und munter
Studien haben ergeben, dass jedes dritte Kind im Grundschulalter unter den Folgen von mangelnder Bewegung leidet. Der tägliche Schulunterricht hat einen beträchtlichen Anteil daran, dass Schulkinder viel sitzen müssen. Doch auch hier kann man mit kleinen Tricks Abhilfe schaffen.
Mediziner warnen: Gerade bei Grundschulkindern ist Bewegungsmangel weit verbreitet. Ihnen fehlt oft neben dem langen Sitzen die Möglichkeit, sich auszutoben. Die Liste der gesundheitlichen Folgen ist lang: Haltungsschäden, Kreislaufbeschwerden, Muskelschwäche, Schlafprobleme, Verdauungsstörungen, Koordinationsprobleme und Konzentrationsschwächen. Sportmedizinische Untersuchungen haben ergeben, dass rund 20 bis 40 Prozent der Kinder übergewichtig sind. 17 Prozent der Grundschüler leiden zudem unter Fettstoffwechselstörungen in Form von erhöhten Cholesterin- und Triglyceridwerten. Außerdem haben acht bis zwölf Prozent der Kinder einen erhöhten Blutdruck. Der Großteil der Kinder (40 bis 60 Prozent) leidet an Haltungsschwächen, motorischen Defiziten, Koordinations- und Konzentrationsschwächen.
Gezielte Übungen können helfen, Verspannungen zu lösen. Die Kinder erkennen dabei, wo ihre individuellen Schwächen liegen. So wird es möglich, gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Wichtig ist dabei, die Übungen präventiv einzusetzen und Bewegung und Entspannung als Thema in den Unterricht zu integrieren. So kann den Folgen von Bewegungsmangel vorgebeugt werden.
Tipps und Ideen zur Prävention
Verspannungen können nahezu in allen Muskelpartien des menschlichen Körpers auftreten. Oft ist auch fehlende Muskulatur durch mangelnde Bewegung schuld an Verspannungen, da der Körper einseitig belastet wird. Für Schüler ist es daher wichtig, die Vorgänge in ihrem Körper, das Skelett und die Muskulatur zu kennen. So können sie besser verstehen, warum beispielsweise das richtige Sitzen entscheidend sein kann.
Hände und Finger können sich nach langem Schreiben leicht verspannen. Eine Möglichkeit mit Schulkindern Fingergymnastik zu machen und nonverbal zu kommunizieren bietet die Gebärdensprache. Hier werden die Finger gelockert und die Schüler lernen sich ohne Worte zu verständigen.
Weitere Tipps und Ideen finden Sie hier als PDF-Downloads:
• Rund um den Rücken
• Verletzungen vermeiden
• Woher kommt die Kraft?
• Bleib locker
• Knochen beweglich verbunden
Anregungen und Unterrichtsmaterialen für Phantasiereisen zur Entspannung finden Sie hier.
Quelle: www.bzga.de