Schule
 
Stressfreie Ferien
In den Schulferien sollen sich die Schüler und Schülerinnen vom Lernen erholen. Die Lernpause ist notwendig, um wieder gut ins neue Schuljahr starten zu können. Auch bei Kindern mit Schulproblemen sollte mindestens die Hälfte der Ferienzeit zur Erholung frei bleiben.

Schüler und Schülerinnen nehmen besonders viel aus dem Unterricht mit, wenn sie aufnahmefähig sind und konzentriert arbeiten können. Die Ferien sollten deswegen als Phase der Erholung genutzt werden. Die Lernpause sollte von einem stressfreien Alltag begleitet werden und den Schülern die Möglichkeit geben, neue Kraft zu schöpfen. Nach dieser Phase der Erholung fällt es den ihnen nach den Ferien wieder leichter, erfolgreich in das neue Schuljahr zu starten.

Einige Jugendliche nutzen die Ferienzeit, um Defizite aus dem letzten Schuljahr wieder aufzuholen. Auch in diesen Fällen ist es sinnvoll, die Ferien nicht völlig mit Lernstoff zu füllen, sondern mindestes die Hälfte der Ferien für die Erholung einzuplanen. Wenn schon in den Ferien gelernt werden muss, weil zum Beispiel eine Nachprüfung ansteht, sollte für einen strukturierten Arbeitsplan gesorgt werden. So haben die Jugendlichen einen Überblick über ihre Lernerfolge und können die Freizeit besser genießen.

Bei sehr großem Lernaufwand ist es sinnvoll, den Lehrstoff so auf die Ferien zu verteilen, dass täglich nur ein bis vier Stunden gelernt wird. Die restlichen Stunden des Tages dienen zur Erholung. Diese Methode ist viel effektiver, als zum Ende der Ferien zwei Wochen am Stück "durchzubüffeln". Denn Lernen ohne Pausen führt zu großem Stress und letztendlich zu einem unerholten Start ins neue Schuljahr. Wie viel Lernstoff in den Ferien zumutbar ist, ist neben der individuellen Situation des Schülers oder der Schülerin auch von ihrem Alter abhängig: Grundschüler sollten in den Ferien nicht so viel Zeit mit Ihren Schulbüchern verbringen wie ältere Kinder, weil sie noch ein größeres Spielbedürfnis haben. Kinder und Jugendliche ohne Lernschwierigkeiten, sollten in den Ferien nur dann die Lehrbücher aufschlagen, wenn sie es selbst unbedingt wollen.

Statt die Ferien mit dem Aufarbeiten von Defiziten zu verbringen, ist es sinnvoller, die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Rechnen, Lesen und Schreiben können auch im Alltag auf spielerische Art und Weise geübt werden. Das Vorlesen der Wetterprognosen für den nächsten Tag, das Schreiben von Ansichtskarten aus dem Urlaub oder das Ausrechen des Eintrittspreises für den Zoobesuch macht Kindern Spaß und festigt gleichzeitig ihre Kenntnisse.

Das Ferienprogramm sollte möglichst stressfrei aber dennoch erlebnisreich sein. Um eine erlebnisreiche Zeit zu organisieren, ist gar kein großer Aufwand nötig. Es müssen keine teuren Abenteuerreisen gebucht werden - auch zu Hause gibt es viele Möglichkeiten, etwas Interessantes zu unternehmen. Erlebnisreiche Freizeitaktivitäten sind zum Beispiel Radtouren, Schwimmen, Wandern, Spiele mit der Familie, malen, basteln oder Treffen mit Freunden. Entscheidend ist der Spaß an der Sache - Leistungsdruck hat in der Freizeit nichts zu suchen.

Mehr zum Thema "Was tun bei schlechten Noten" erfahren Sie hier.