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Angst und Stress durch schlechte Noten?
Angst und Stress durch schlechte Noten?
Während sich die einen über gute Noten freuen, sind andere Schüler enttäuscht über erfolglose Anstrengungen. Einige haben Angst vor den Reaktionen der Eltern, andere fühlen sich als Versager. Die Reaktionen auf Schulnoten können sehr unterschiedlich sein. 

Wenn Noten krank machen

Was sind eigentlich schlechte Noten?

Zeugnisse und Leistungsüberprüfungen können schnell zu erheblichem Stress in der Familie führen. Vor allem dann, wenn die Erwartungen der Eltern enttäuscht werden oder die Schüler ihre selbstgesteckten Ziele nicht erreicht haben.

Zu hohe eigene Erwartungen, aber auch der falsche Ehrgeiz der Eltern können schädlichen Druck auf Schüler ausüben. Zeugnisse können den Anlass geben, mit dem eigenen Kind und dem Lehrer über die Leistungen zu sprechen und darüber, ob eine grundsätzliche Überforderung besteht. Es ist wichtig, diese rechtzeitig zu erkennen, da Überforderungen längerfristig zu Lernblockaden oder psychischen Schädigungen führen können. Eltern, die von den Noten ihrer Schützlinge vollkommen überrascht sind, sollten sich fragen, ob sie sich ausreichend bei Elternsprechtagen informiert und sich um die Schule genügend gekümmert haben, denn: Wenn die Leistungen und Noten niemanden interessieren, verlieren Kinder schnell die Lust am Lernen.

Wenn Noten krank machen

Im Jahr 2007 konnten Mitarbeiter des Robert-Koch-Institutes im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung belegen, dass sich jeder zehnte Schüler zwischen sieben und 17 Jahren vor den Zeugnissen fürchtet. 5,4 Prozent der Befragten klagten zudem über Depressionen. Für sie bedeuten Zeugnisse häufig zusätzliche Belastungen, Ängste und Misserfolgserlebnisse. Gerade diese Schülerinnen und Schüler benötigen professionelle Hilfe. Diese können sie beispielsweise über die Schulpsychologische Beratungsstelle erhalten.

Doch auch seitens der Eltern und Schule benötigen diese Mädchen und Jungen Unterstützung, um mit schlechten Noten fertig zu werden. Dabei ist es besonders wichtig, die Schüler nicht als Versager hinzustellen – weder im Vier-Augen-Gespräch, noch vor der gesamten Klasse oder in der Familie. Zudem sollten Eltern nicht übereilt handeln und auf impulsive und vorschnelle Bestrafungen verzichten. Was vielen Jugendlichen in dieser Situation hilft, ist vor allem ein offenes, vertrautes Gespräche über die Gründe für die Noten. Schulpsychologen empfehlen zudem konkrete Planungen, wie es zukünftig weitergehen kann.

Was sind eigentlich schlechte Noten?

Während sich die einen Schülerinnen und Schüler über ein Befriedigend freuen, bedeutet diese Note für andere bereits, versagt zu haben. Schulpsychologen empfehlen Eltern deshalb, die Noten ihrer Kinder im Verlauf zu betrachten. Genau hinsehen und loben ist ihre Devise. So kann ein Befriedigend im Vergleich zu früheren Zeugnisnoten bereits einen enormen Fortschritt erkennen lassen. Denn wer sich von einer 5 auf eine 3 hochgearbeitet hat, hat gewiss viel geleistet.

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