Praktika
 
Praktikumsguide
Der kleine Praktikumsguide
Die meisten von uns müssen während der Schulzeit mindestens ein  Praktikum machen. Diese Chance für den Berufseinstieg solltest du nutzen. Im Vorfeld macht es Sinn, zu überlegen: Was möchte ich? Wie gehe ich vor? Wie verhalte ich mich, damit mein Praktikum zum Erfolg wird?

Entscheidungshilfen

Vorgehen

Verhalten

Entscheidungshilfen

Ein Praktikum kann der erste Schritt zu deinem zukünftigen Beruf sein. Deshalb solltest du dich so früh wie möglich fragen: "Was interessiert mich?" Höre dich zum Beispiel in deinem Bekanntenkreis nach interessanten Berufen um. Viele Zeitungen stellen auch in einer Job-Rubrik neue Berufe vor. Wenn du noch unentschlossen bist, kann ein Brainstorming weiterhelfen. Nimm dir ein weißes Blatt Papier und schreibe folgende Punkte nebeneinander:

Welche Fächer machen mir Spaß?
Was möchte ich gerne können?
Welche besonderen Fähigkeiten habe ich?
In welchen Beruf kann ich meine Fähigkeiten einbringen?

Wenn du dir diese Fragen beantwortest, kommst du deinen Berufswünschen ein gutes Stück näher. Ein Schüler mit einer Vorliebe für Deutsch, der gerne Zeitungsartikel schreiben möchte, und außerdem aufgeschlossen und kreativ ist, könnte zum Beispiel ein Praktikum in einer Redaktion machen.

Welche Berufe zu deinen Fähigkeiten passen könnten, erfährst du zum Beispiel unter "Fünf Berufe für...".

Vorgehen

Nach langem Überlegen glaubst du, den richtigen Beruf für dich gefunden zu haben. Nun heißt es: Wie finde ich einen Praktikumsplatz?

  • Tageszeitung

In den Stellenanzeigen einer Tageszeitung suchen Unternehmen nicht nur nach Auszubildenden sondern auch oft nach Praktikanten. Halte die Augen offen. Vielleicht ist etwas für dich dabei.

  • Internet

In Praktikumsbörsen im Internet kannst du gezielt nach einem Praktikum  suchen, das dich interessiert. Meist kannst du die Suche sogar regional beschränken.

  • Eigeninitiative

Die Gelben Seiten aufschlagen und los geht's. Suche nach Unternehmen, die für dich spannend klingen. Frage dann telefonisch nach, ob und in welchen Bereichen das Unternehmen Praktikumsplätze anbietet. Meist haben Unternehmen auch eine eigene Internetseite, auf der du dich weiter informieren kannst.

  • Kontakte

Dein Onkel ist in der Werbebranche, dein Bruder arbeitet als Bauzeichner oder eine Bekannte jobbt in einer Umweltschutzorganisation? Wenn du spannende Berufe in deinem Bekanntenkreis entdeckst, kannst du deine Kontakte natürlich nutzen. Durch persönliche Verbindungen ist es oft leichter, an einen Praktikumsplatz zu kommen.

Verhalten

Mit unseren Bewerbungstipps hast du erfolgreich einen Praktikumsplatz ergattert: Bald steht der erste Tag im Unternehmen an! Damit dein Praktikum ein Erfolg wird, solltest du bei deinem Verhalten einiges beachten.

  • Selbstständigkeit

Nichts nervt Vorgesetzte mehr als Praktikanten, die hundert Mal fragen, was sie tun sollen. Bekommst du nach wiederholter Anfrage keine Aufgabe, mache eigene Vorschläge oder frage, ob du jemandem helfen kannst.

  • Einsatz

Wer durch gute Leistungen auffällt, hat nach dem Praktikum durchaus Chancen auf eine Ausbildungsstelle oder einen Nebenjob. Wer Einsatz zeigt und dem Chef oder der Chefin auch nach Feierabend noch mal bei einer wichtigen Aufgabe hilft, bleibt länger im Gedächtnis.

  • Feedback

Die Hälfte des Praktikums ist um und du möchtest wissen, wie du dich bisher geschlagen hast. Frage nach einem Feedback-Gespräch (Rückmeldung) in dem du erfragst, was du gut gemacht hast und wo du dich verbessern könntest. So lernst du mehr.

  • Probleme

Unsicherheiten und Knotenpunkte im Praktikum sind ganz normal. Du musst nicht gleich alles können. Damit du keine Zeit verschenkst, solltest du bei Problemen, die du nicht alleine lösen kannst, einfach jemanden um Hilfe bitten. Schließlich möchtest du etwas lernen.

  • Verschwiegenheit

Was im Unternehmen passiert, gehört nicht an die Öffentlichkeit. Über Projekte der Firma, Mitarbeiterrundschreiben oder Zukunftspläne solltest du lieber nicht mit Außenstehenden sprechen. Als Arbeitnehmer würde dir in so einem Fall sogar gekündigt werden. 

  • Balance

Die richtige Mischung zwischen Zurückhaltung und Selbstständigkeit oder gesunder Neugierde und Übereifer zu finden, ist ein Balanceakt und gehört zu den Schwierigkeiten des Praktikantenlebens. Im Zweifelsfall gilt: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Es kommt nicht gut an, wenn du erfahrenen Mitarbeitern erzählst, wie sie ihre Arbeit machen sollen.

  • Netzwerk

Du denkst, bei der kurzen Zeit des Praktikums lohnt es sich nicht, die Mitarbeiter kennen zu lernen? Falsch! Wer sich beim Praktikum still hinter seiner Arbeit versteckt, verpasst die Chance Kontakte zu knüpfen. Kennst du schon Leute in einer Branche, können sie dir später vielleicht bei der Jobsuche behilflich sein.

Alles klar? Weitere Verhaltenstipps geben dir unsere Top 5 der Benimmregeln.