Die jungen Musikerinnen und Musiker haben die Stücke intensiv und motiviert vorbereitet. Emanuel (11 Jahre), Lisa (10) und Marina (12) betonen: "Es ist toll, wenn man älteren Menschen eine Freude machen kann". Auch Mathis (16) und Anna Lena (15) macht es Spaß, im Altenheim zu musizieren. Sie finden: "Hier Musik zu machen ist viel persönlicher als in einem Konzert." Zudem seien die Reaktionen der Zuschauer ehrlicher als bei anderen Auftritten. Die Mädchen und Jungen kommen hauptsächlich aus den 5. bis 7. Jahrgangsstufen. Flöten, Gitarren, Keyboard, es fehlt kaum ein Instrument, auch der vielstimmige Chor kommt wiederholt zum Einsatz. "Ihr Kinderlein kommet", "Schneeflöckchen, Weißröckchen", "Alle Jahre wieder" oder "Jingle Bells", das Repertoire der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten lässt keine Wünsche offen.
"Die Mädchen und Jungen waren schon in der Vorbereitung begeistert", erzählt eine begleitende Pädagogin. Schüler höherer Jahrgangsstufen seien traurig gewesen, weil sie wegen Klausurterminen in diesem Jahr nicht dabei sein konnten. Die positive Einstellung der jungen Menschen gegenüber den Heimbewohnern ist auch an anderen Dingen zu sehen: Spontan helfen Schülerinnen und Schüler Zuhörern, die Probleme mit ihrem Rollstuhl haben.
"Ich fand es fantastisch", erzählt Anneliese zu Stollberg-Wernigerode nach dem Konzert. Auch ungewohnten, englischsprachigen Stücke kann sie etwas abgewinnen: "Bei neumodischer Musik ist man eher skeptisch, ich finde sie allerdings herrlich". Die Leistung der Künstler weiß sie dabei durchaus einzuschätzen, war ihr Mann doch Musiker und sie selber verrät: "Auch ich singe sehr gerne".
Doch nicht nur durch Musik erfreut die Cäcilienschule die Bewohner des Altenheims, sondern auch mit Malerei. In einem Raum des Gebäudes hängen Bilder eines Kunst-Leistungskurses. "Die Schülerinnen und Schüler haben zum ersten Mal mit Aquarellen gearbeitet, das ist schon schwierig", erläutert Lehrerin Rachel Kingman. Thematisch beschäftigen sich die Werke mit dem Kunstbegriff "Stilleben".
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