Was Mädchen wollen?
Mit dieser Frage setzten sich Mädchen der Helene-Lange-Schule im Rahmen ihrer Projektwoche auseinander. Dabei ging es nicht nur um Shoppen, Schminken und Jungs. Mit Hilfe von Mitarbeiterinnen des Sign-Projekts wurde den Teilnehmerinnen auch bewusst, was wirklich in ihnen steckt.
Vom 3. bis 7. Juli 2006 fand für die Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule in Oldenburg eine Projektwoche statt. Die Mädchen und Jungen konnten aus einem vielfältigen und jahrgangsübergreifenden Projektangebot ihren wählen. Eines der Projekte setzte sich mit der Frage auseinander, was Mädchen im Jahr 2006 wollen. Um jedoch nicht nur den Mitschülerinnen und Mitschülern Einblicke in die verschiedenen Projekte zu bieten, sondern auch Eltern, Geschwister und Freunde an dieser Woche teilhaben zu lassen, wurden die Projektergebnisse bereits am Abend des 6. Julis 2006 ausgestellt.
Bereits bei einem Vortreffen haben die Teilnehmerinnen des "Was Mädchen wollen? 2006"-Projekts den Projektleiterinnen Frau Liebezeit und Frau Hörnschemeyer mitgeteilt, worüber sie sich gerne mit anderen Mädchen austauschen möchten. Die endlose Liste an Themenvorschlägen schien gar kein Ende zu nehmen und schnell war die Zeit der Projektwoche mit unterschiedlichsten Angeboten gefüllt. Die Mädchen wollten jedoch nicht nur "typische Mädchensachen" machen, sondern auch etwas über sich und ihre Fähigkeiten lernen. Für einen Vormittag holten sich die Projektleiterinnen dafür die Unterstützung von Mitarbeiterinnen des Sign-Projekts.
Einen Vormittag haben die Sign-Mitarbeiterinnen mit den Mädchen verbracht. Durch unterschiedliche Methoden zur Persönlichkeitsstärkung lernten die Mädchen dabei teilweise ganz neue Seiten an sich und ihren Freundinnen kennen. Bei "Erlegt den Tiger" war vor allem die Stimme der Fünft- bis Neuntklässlerinnen gefragt. Aber auch bei der Frage nach ihren Fähigkeiten wurde manch einer erst wirklich bewusst, was tatsächlich in ihr steckt und was andere an ihr bewundern. Mit dem "Baum der Fähigkeiten" setzten sich einige zum ersten Mal bewusst mit ihrem Können auseinander. Jedes Mädchen bekam sechs Blätter. Auf diesen sollten sie festhalten, was sie gut können. Wusste ein Mädchen nicht weiter, durften die anderen helfen und sagen, was sie an ihr schätzen und was sie gut kann. So hat sich der Baum der Fähigkeiten gefüllt und die Mädchen haben gelernt, dass es viele Dinge gibt, die sie können und wofür sie andere bewundern: "freundlich sein", "gut zuhören", "ihre kleine Schwester nerven", "lachen" oder "gut lernen". Auf das Ergebnis waren alle dermaßen stolz, dass sie sich schnell einig waren, diesen Baum auf der Ausstellung zu präsentieren.
An den anderen Projekttagen betätigten sich die Mädchen unter anderem als Designerinnen. Sie fertigten Schmuck und Taschen aus alten Sachen und entwarfen ihre eigenen T-Shirts, die sie stolz während der Ausstellung trugen. Beim gemeinsamen Shoppen in der Stadt lernten sie zudem, aufeinander Rücksicht zu nehmen und auch die Meinungen und Kleidungsstile der anderen Mädchen zu akzeptieren. Im Fitnessstudio konnten sie selbst Geräte ausprobieren und erfuhren, warum Bewegung gut für die Gesundheit ist. Zudem haben sie gemeinsam einen Film gedreht zum Thema Vorurteile, Mobbing und Ausgrenzung. Drehbuch, Schauspiel und Kameraführung lagen dabei allein in den Händen der Mädchen.
Gezeigt wurde der Film während der Ausstellung am Donnerstag. Ausgestellt wurden darüber hinaus eine Bildergalerie mit vielen Fotos von der Projektwoche sowie farbige Handabdrücke von jeder Teilnehmerin. Auch die Sternenangel - eine weitere Methode des Sign-Projekts zur Stärkung der Persönlichkeit - wollten die Mädchen in die Präsentation ihres Projekts aufnehmen. Noch am Tag der Ausstellung bastelten sie eine Sternenkette. Hierbei widmeten sie jedem aus der Gruppe einen Stern, auf dem sie eine positive Eigenschaft der Person festhielten.
"Die Mädchen haben in dieser Woche viel über sich gelernt. Sie wissen jetzt, was gut an ihnen ist und was sie können.", freute sich die Projektleiterin Frau Liebezeit zum Abschluss der Projektwoche.
In der Bildergalerie erhalten Sie Einblick in das Projekt "Was Mädchen wollen? 2006". Was den Teilnehmerinnen des Projekts und ihrer Projektleiterin besonders gefallen hat, erfahren Sie hier.