Weltkrebstag stellt Kinder in Mittelpunkt
Am 4. Februar 2008 ist Weltkrebstag. Unter dem Motto "Ich liebe meine rauchfreie Kindheit" soll auf die Situation von Kindern aufmerksam gemacht werden, die regelmäßig zum Passivrauchen gezwungen werden. In Deutschland sind davon gut 8,4 Millionen Kinder betroffen.
Kinder haben gute Heilungschancen
Der Kampf der WHO gegen den Krebs
Weltweit erkranken mindestens 160.000 Kinder jährlich an Krebs. Diese Zahl sei jedoch angesichts der Verbreitung der Krankheit in den Entwicklungsländern niedrig geschätzt, so die Union gegen Krebs (UICC). Sie weist darauf hin, dass Krebserkrankungen bei Kindern in armen Ländern häufig gar nicht erkannt werden. Die UICC möchte angesichts der weltweiten Krebserkrankungszahlen bei Kindern am Weltkrebstag 2008 das Augenmerk auf Krebs im Kindes- und Jugendalter legen. Dabei soll insbesondere auf notwendige Voruntersuchungen aufmerksam gemacht werden, lebensrettend sein können, denn: "Tausende von Kindern könnten durch entsprechende Früherkennung gerettet werden", so die Organisation in Genf.
In Deutschland liegt die Zahl derzeit bei 1.800 Neuerkrankungen im Jahr. Krebserkrankungen zählen zur zweithäufigsten Todesursache bei jungen Menschen im Alter bis zu 14 Jahren. Aus diesem Grund ist der diesjährige Weltkrebstag den Kindern gewidmet. In Europa, Amerika und Asien erkranken Kinder vor allem an Leukämie. Diese Krebsart ist mit einem Drittel aller Fälle die häufigste Krebsart bei den jungen Patienten.
Kinder haben gute Heilungschancen
Nach Angaben der UICC sterben in den Entwicklungsländern jährlich rund 60 Prozent der an Krebs erkrankten Kinder. In den Industrieländern ist es etwa ein Viertel. Vielfach könnte den jungen Krebspatienten jedoch geholfen werden, wäre die Erkrankung zu einem früheren Zeitpunkt entdeckt worden. Studien zeigen, dass krebskranke Kinder eine doppelt so hohe Heilungschance haben wie erwachsene Krebspatienten, wenn ihre Krankheit früh erkannt wird. "Durch die Fortschritte in der Kinderonkologie können heute drei von vier krebskranken Kindern in Deutschland geheilt werden", erklärt die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Prof. Dagmar Schipanski.
In den Entwicklungsländern erhalten lediglich 20 Prozent der krebskranken Kinder eine entsprechend notwendige medizinische Versorgung, so Schipanski. Deshalb fordert sie, dass eine angemessene Versorgung aller Krebspatienten weltweit oberstes Ziel sein muss.
Der Kampf der WHO gegen den Krebs
Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt sich seit Jahren für den Kampf gegen Krebs ein. Mit einem neuen Aktionsprogramm verfolgt die Organisation derzeit das Ziel, acht Millionen Krebspatienten das Leben retten. Derzeitige Schätzungen der UN-Organisation gehen davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren weltweit 84 Millionen Menschen an Krebs sterben werden, wenn nichts unternommen wird. Fast drei Viertel aller Tumortodesfälle werden derzeit in ärmeren Staaten registriert.
Anlässlich des Weltkrebstags stellte die WHO deshalb am 4. Februar 2008 ihre weltweite Krebsstrategie zur Verbesserung von Vorbeugung und Kontrolle in Genf vor. Ziel dabei ist es, durch Aufklärung und eine bessere medizinische Versorgung Millionen Menschen zu retten. In diesem Zusammenhang macht die WHO noch einmal deutlich, dass allein 1,5 Millionen Menschen jährlich an den Folgen des Rauchens sterben.