Was ist das Präventionsprogramm Sign?
Wo arbeitet das Präventionsprogramm Sign?
Wie funktioniert das Präventionsprogramm Sign?
Welche Ziele verfolgt das Präventionsprogramm Sign?
Wer ist die Zielgruppe des Präventionsprogramms Sign?
Welche Vorteile bietet das Präventionsprogramm Sign?
Wer setzt das Präventionsprogramm Sign um?
Wer ermöglicht das Präventionsprogramm Sign?
Was ist das Präventionsprogramm Sign?
Das Präventionsprogramm Sign ist ein seit dem Jahr 2000 bestehendes, auf Nachhaltigkeit und Kontinuität angelegtes Programm zur Sucht- und Gewaltprävention sowie zur Gesundheitsförderung an Schulen.
Die Inhalte von Sign sind nach verschiedenen Schwerpunkten in Bausteine unterteilt:
- Sign-Baustein Soziales Lernen mit dem Schwerpunkt in Klasse 5
- Sign-Baustein Persönlichkeitsstärkung mit dem Schwerpunkt in Klasse 6
- Sign-Baustein Kommunikation mit dem Schwerpunkt in Klasse 7
- Sign-Baustein Sucht mit dem Schwerpunkt in Klasse 8
- Sign-Baustein Freundschaft, Liebe, Sexualität unterteilt in die Themen Gutes Miteinander-Auskommen und Gewalt und Mobbing als nicht so gutes Miteinander-Auskommen mit dem Schwerpunkt in Klasse 9
- Sign-Baustein Zukunft und Perspektive mit dem Schwerpunkt in Klasse 10
Wo arbeitet das Präventionsprogramm Sign?
Das Präventionsprogramm Sign ist an 116 Schulen in Nordwest-Niedersachsen von der 5. bis zur 10. Klasse fest verankert. Es umfasst die Schulformen Förderschule, Gymnasium, Hauptschule, integrierte und kooperative Gesamtschule sowie Realschule.
Fünf der 116 Schulen haben sich die Inhalte des Präventionsprogramms für Sucht- und Gewaltprävention sowie Gesundheitsförderung in ihr Schulprofil aufgenommen und arbeiten diese als Sign-Profilschulen in besonders ausgeprägter Art und Weise.
Auf www.sign-project.de gibt es zudem zahlreiche Fachartikel und Studien zum Thema Prävention für alle am schulischen Bildungsprozess Beteiligten. Neben kostenfreien Unterrichtsmaterialien zu den Schwerpunkten „Soziales Lernen“, „Persönlichkeitsstärkung“, „Kommunikation“, „Sucht“, „Freundschaft, Liebe, Sexualität“, „Gewalt und Mobbing“ sowie „Zukunft und Perspektive“ gibt es auch monatlich erscheinende Themenbriefe zu aktuellen Entwicklungen und Inhalten, die für die Arbeit an Schule bedeutsam sind.
Wie funktioniert das Präventionsprogramm Sign?
Das Konzept der guten gesunden Schule stellt die Frage, wie Prävention und Gesundheitsförderung zur Steigerung der schulischen Erziehungs- und Bildungsqualität beitragen können, damit Schule besser als bisher ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag erfüllen kann.
Unter diesem Leitbild bietet das Präventionsprogramm Sign eine Vielzahl von kleinschrittigen und einfach umsetzbaren Unterrichtsmaterialien zu den oben genannten Schwerpunkten an. Diese Übungen erlauben es den Schülerinnen und Schülern, im Schonraum Schule Erfahrungen im sozialen Umgang, in der Ich-Stärkung sowie in der Ressourcenaktivierung und –stärkung zu sammeln.
Prävention und Gesundheitsförderung im Sinne von Sign heißt,
- den Menschen und seine Persönlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen,
- alternative Handlungsmöglichkeiten zu Suchtverhalten und Gewalt aufzuzeigen,
- die sozialen Kompetenzen jedes einzelnen durch kontinuierliche Begleitung zu fördern und so seine Persönlichkeit zu stärken,
- Veränderungsprozesse an Schule und dem schulischen Umfeld zu berücksichtigen.
Das Präventionsprogramm Sign unterstützt somit einen wichtigen Bereich des Bildungsauftrages an niedersächsischen Schulen.
Welche Ziele verfolgt das Präventionsprogramm Sign?
Das verbindende Motto von Sign lautet „Gemeinsam Kinder stark machen“.
Gemeinsam heißt, dass viele Menschen an der Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen beteiligt sind. So lautet z.B. eine afrikanische Weisheit: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“
Das Ziel des Präventionsprogramms Sign ist es, gemeinsam mit allen am schulischen Bildungsprozess Beteiligten, Kinder und Jugendliche zu stärken. Mädchen und Jungen zu stärken heißt, sie dazu zu ermutigen „Ja“ zu sagen:
„Ja“ zum eigenen Körper, „Ja“ zu eigenen Stärken und Schwächen, „Ja“ zu der eigenen Identität und „Ja“ zu zukünftigen Herausforderungen.
Um Schülerinnen und Schüler zu stärken, braucht es aber auch starke Lehrkräfte und in diesem Punkt unterscheidet sich Sign von vielen anderen Präventionsprogrammen. Denn im Rahmen des Präventionsprogramms Sign gibt es zahlreiche Angebote speziell zur Lehrergesundheit und Lehrerentlastung.
Die Umsetzung des Leitbildes der guten gesunden Schule benötigt gesunde Lehrerinnen und Lehrer. Nicht nur, um die ganze Bandbreite an Prävention und Gesundheitsförderung mit Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, sondern auch, um motiviert den schulischen Bildungsauftrag erfüllen und zu einer guten Schul- und Unterrichtsqualität beitragen zu können.
Wer ist die Zielgruppe Präventionsprogramms Sign?
Das Präventionsprogramm Sign richtet sich mit seinen Inhalten an Lehrkräfte, an Schülerinnen und Schüler sowie an deren Eltern, wobei die Mädchen und Jungen im Mittelpunkt der Arbeit stehen.
Von Sign werden also alle am Bildungsprozess Beteiligten begleitet und unterstützt:
- Schülerinnen und Schüler durch Schülerworkshops und Sachinformationen,
- Lehrerinnen und Lehrer durch Multiplikatorenfortbildungen, Unterrichtsmaterial und Praxisaustausch,
- Eltern durch Sachinformationen und aktive Elternarbeit.
Welche Vorteile bietet das Präventionsprogramm Sign?
Das Präventionsprogramm Sign ist auf Nachhaltigkeit und Kontinuität angelegt. Durch die lange Laufzeit ist Sign nicht nur ein verlässlicher Wegbegleiter sondern hat auch die Möglichkeit, sich an die sich verändernden Bedingungen an Schule anzupassen.
Die Umsetzung von Suchtprävention, Gewaltprävention und Gesundheitsförderung an Schule wird explizit im Niedersächsischen Schulgesetz gefordert. Unter anderem wird dabei die verpflichtende Umsetzung von Themenkomplexen wie Persönlichkeitsstärkung, soziales Miteinander, Bewegungs- und Ruhebedürfnis, gesunde Ernährung und die räumliche Gestaltung des Lebensraums Schule festgeschrieben. Die Sign-Inhalte decken genau diese Bereiche der schulischen Prävention und Gesundheitsförderung ab. Dabei zeigt das Programm ein ganzheitliches Verständnis von Prävention und Gesundheitsförderung, wie es von Schulen gerne angenommen wird.
Auch die Schulen, die nicht zu den 116 Sign-Schulen in Nordwest-Niedersachsen gehören, haben die Möglichkeit den Internetauftritt von Sign zu nutzen und so aktiv an dem Präventionsprogramm zu partizipieren, denn alle Unterrichtsmaterialien zur Sucht- und Gewaltprävention sowie zur Gesundheitsförderung können von Interessierten kostenfrei unter www.sign-project.de heruntergeladen und größtenteils leicht in den Unterricht integriert werden.
Alle Angebote des Präventionsprogramms Sign sind kostenfrei.
Wer setzt das Präventionsprogramm Sign um?
Die Gesamtkonzeption des Sucht- und Gewaltpräventionsprogramms sowie die kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung liegt bei der agentur prevent, Fachagentur für Prävention und Gesundheitsförderung in Oldenburg. Bereits seit dem Jahr 2000 wird das Präventionsprogramm Sign an Schulen umgesetzt.
Zudem bestehen Kooperationen mit zahlreichen Institutionen. Dazu gehören Beratungsstellen, Jugend- und Gesundheitsämter, die Polizei, verschiedene Fachdienste und Universitäten.
Wer ermöglicht das Präventionsprogramm Sign?
Das Präventionsprogramm Sign wird von Beginn an nachhaltig und verantwortungsbewusst gefördert und unterstützt von EWE AG. Im Jahr 2000, anlässlich des 70jährigen Firmenjubiläums von EWE, wurde Sign als Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm ins Leben gerufen und wird seitdem an Schulen umgesetzt. Festgeschrieben ist es zunächst bis zum Schuljahr 2016/2017.
Begleitet wird das Präventionsprogramm vom Niedersächsischen Kultusministerium sowie der Landesschulbehörde des Landes Niedersachsen mit den Standorten Lüneburg und Osnabrück.